Teilbereiche mit unterschiedlichen Anforderungen lassen sich passiv strukturieren: ruhige Nischen, helle Arbeitsplätze, schattige Rückzugsorte. Türen, Vorhänge, Teppiche und Regale schaffen Mikroklimata, die Technik entlasten. So wird nur geheizt, gekühlt oder beleuchtet, wo es wirklich nötig ist. Nutzerinnen und Nutzer spüren diese Logik intuitiv und bewegen sich entsprechend durch den Tag. Das Ergebnis ist leiser, effizienter Komfort, der den Raum als Verbündeten nutzt, statt ständig nachzuregeln und Energie in Übergangsbereiche zu vergeuden.
Morgens mildes Ostlicht, mittags ausgewogene Helligkeit, abends warme Reflexionen: Der natürliche Verlauf stabilisiert Schlaf-Wach-Rhythmen und reduziert den Bedarf an tunable White. Erst wenn Wolken, Lage oder Gewohnheiten es erfordern, hilft künstliches Licht als Ergänzung. Indirekte Leuchten, gut abgeschirmt, mit niedriger Blendung, fügen sich in diese Choreografie. Tageslichtsensorik dient der Sanftheit, nicht der Show. So entsteht eine Beleuchtung, die Menschen beruhigt, Aufmerksamkeit fördert und Energie spart, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.