In einem Gründerzeithaus blockierte ein hoher Schrank die Strömung zwischen Straßen- und Hofseite. Nach dem Versetzen und dem Einbau eines unauffälligen Oberlichts über der Zwischentür entstand ein stabiler Luftpfad. Die Bewohner lüften nun häufiger, weil es einfacher und leiser wurde. Die Sommertemperaturen sanken messbar, während die nächtliche Auskühlung spürbar besser griff. Keine aufwendige Technik – nur klare Wege, kleine Details und die Bereitschaft, Möbel als Teil des Luftsystems mitzudenken.
Eine Schule erhielt zusätzliche Oberlichter und abgestufte Fensterbänder. Der vordere Bereich bekam Blendfreiheit durch leicht geneigte Laibungen, hinten sorgten helle Decken für weiches Tiefenlicht. Lehrkräfte meldeten weniger Kunstlichtbedarf und ruhigere Klassen. Messungen zeigten bessere sDA-Werte bei begrenzter ASE. Gleichzeitig erlaubten versetzte Öffnungen Querlüftung ohne Zuggefühl. Der schönste Indikator: weniger Kopfschmerzen am Nachmittag. Die Maßnahmen waren einfach, robust und erfordern keine komplexe Bedienung, wodurch Akzeptanz und Dauerhaftigkeit hoch blieben.