
Eine Blower-Door-Messung gibt objektive Orientierung, wo Zugluft entsteht und wie groß die unkontrollierte Infiltration ist. Mit Rauchstiften, Thermografie und Gehör erkennst du Leckagen an Steckdosen, Fugen, Dachanschlüssen und Wanddurchdringungen. Solide Abdichtung spart sofort Energie, reduziert Staub, Lärm und Gerüche aus Nachbarräumen oder Kellern. Wichtig ist die Detailplanung: Anschlüsse an Fenster, Dach, Installationen und Boden müssen dauerhaft flexibel und diffusionsgerecht ausgeführt werden. Erst wenn die Hülle ruhig ist, lohnt präzise, sparsame Regelung wirklich.

Außendämmung liefert meist die beste Wärmebrückenreduktion und schützt das Tragwerk, ist aber bei Grenzbebauung oder Denkmalschutz nicht immer möglich. Innendämmung funktioniert, wenn Feuchteführung, Anschlüsse und Kapillaraktivität sorgfältig geplant werden. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst kritische Stellen, dann große Flächen. Auch kleine, gut ausgeführte Schritte bringen spürbare Effekte. Achte auf passende Putzsysteme, luftdichte Ebenen und schlüssige Details an Deckenanschlüssen. So entsteht ein belastbarer Rahmen, in den spätere Technik schlank und effizient integriert werden kann.

Typische Problemzonen sind Balkonplatten, Rollladenkästen, Fensterlaibungen, Stürze, auskragende Decken und ungedämmte Stahlträger. Mit Thermografie und bauphysikalischer Berechnung lassen sich Risiken quantifizieren und Sanierungsdetails entwickeln. Schon wenige gezielte Maßnahmen heben Oberflächentemperaturen, senken Kondensatgefahr und steigern Behaglichkeit merklich. Gute Planung priorisiert Stellen mit starker Wirkung und vertretbarem Aufwand. Dokumentiere vor und nach der Sanierung, damit du Effekte sichtbar machst und Förderungen sicher belegst. Danach arbeiten Regler stabiler, weil die thermische Umgebung gleichmäßiger reagiert.